9. Mai 2012
Die Sendung des Bayerischen Fernsehens finden Sie hier:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/stationen/stationen-hexenjaeger100.html
Donnerstag, 10. Mai 2012
Dienstag, 8. Mai 2012
Sonntag, 25. März 2012
... es geschehen noch Wunder - oder: was am 30. September 2007 begann, scheint endlich einen entschiedenen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.
Bamberg, 15.3.2012
Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse, beispielhaft an der Person des Johannes Junius, ehemals Bamberger Bürgermeister; hier: Antrag
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Berichte in der Bamberger Internetzeitung „freie WeBZet“ über „Hexenprozesse in Bamberg“ haben bewirkt, dass sich etliche Bürgerinnen und Bürger zu dem Thema geäußert haben. Besonders das Interesse außerhalb unserer Stadt war für uns überraschend. Darunter könnten auch Menschen sein, die im Laufe des Jahres unsere Stadt anlässlich der Landesgartenschau besuchen.
Nun hat die Stadt Bamberg schon einiges getan, um der moralischen und sozialethischen Rehabilitation Ausdruck zu verleihen. Es erscheint deshalb selbstverständlich, dass alle relevanten Kräfte in der Stadt, sich von dem begangenen Unrecht distanzieren und der Ehre
und Würde der verurteilten Personen gerne Gerechtigkeit widerfahren lassen würden. Das kann leider nur posthum geschehen und ist auch juristisch nicht mehr möglich.
Unser Anliegen bezieht sich deshalb auf eine sozialethische, moralische Rehabilitation. Grundsätzlich meinen wir, dass
- das Ausmaß der Jahrhunderte dauernden Hexenverfolgung, das heißt der Zahl als auch der grauenhaften Umstände wegen, eine Beschäftigung mit diesem Thema rechtfertigt.
- die Art und Weise, wie unschuldige Menschen in diese Prozesse gerieten, durch abergläubische Vorstellungen, Vorurteile - vor allem gegenüber Frauen-, Ausgrenzung, Dämonisierung und haltlose Schuldzuweisungen uns an die Verletzlichkeit eines humanen Zusammenlebens erinnern und mahnen sollte.
- wir sowohl als Demokraten als auch als Christen die damaligen Taten als Unrecht empfinden und benennen müssen.
Nach unseren Informationen haben bereits etliche deutsche Kommunen in aller Form eine sozialethische Rehabilitation vollzogen (s. Liste unten).
Namens der Fraktion der Freien Wähler Bamberg stelle ich deshalb folgenden Antrag:
Der Stadtrat von Bamberg beschließt, die im Rahmen der sogenannten Hexenprozesse im Bereich der Stadt Bamberg unschuldig verurteilten Personen sozialethisch zu rehabilitieren. Er will einen Beitrag leisten, damit die Ehre der durch die Hexenprozesse verfolgten und hingerichteten Bürgerinnen und Bürger wieder hergestellt wird. Er tut das auch, um im Namen aller Demokraten und Christen die damaligen Taten als Unrecht zu benennen und den Schmerz darüber auszudrücken.
Wir möchten das Anliegen beispielhaft an das Schicksal des damaligen Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius knüpfen, der im August 1628 in Bamberg als angeblicher Hexer hingerichtet wurde. Des Weiteren meinen wir, dass der Stadtrat sich auch an das Erzbistum Bamberg wendet, mit dem Ziel, sich gemeinsam von dem ergangenen Unrecht zu distanzieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Weinsheimer
Vorsitzender der FWB-Stadtratsfraktion
Eine Rehabilitation der als Hexen hingerichteten Frauen und Männer ist bereits in etlichen Orten durch den Rat der Stadt erfolgt:
u.a.
1993 Winterberg/ NRW, Stadt, kath. und ev. Kirche
1996 Idstein/ Hessen
2002 Kammerstein, 2003 Kammerstein - Barthelmesaurach/ Bayern
2007 Eschwege/ Hessen, Stadt und ev. Kirche
2010 Hofheim a.T./ Hessen
2011 Rüthen/ NRW
2011 Hilchenbach/ NRW
2011 Hallenberg/ NRW
2011 Düsseldorf/ NRW
2011 Sundern/ NRW
2011 Menden/ NRW
2011 Werl/ NRW
2011 Suhl/ Thüringen
1993 Winterberg/ NRW, Stadt, kath. und ev. Kirche
1996 Idstein/ Hessen
2002 Kammerstein, 2003 Kammerstein - Barthelmesaurach/ Bayern
2007 Eschwege/ Hessen, Stadt und ev. Kirche
2010 Hofheim a.T./ Hessen
2011 Rüthen/ NRW
2011 Hilchenbach/ NRW
2011 Hallenberg/ NRW
2011 Düsseldorf/ NRW
2011 Sundern/ NRW
2011 Menden/ NRW
2011 Werl/ NRW
2011 Suhl/ Thüringen
Donnerstag, 8. März 2012
Unglaublich eindringlich
To:johannesjunius
Hallo "Herr (oder Gruppe) Junius", dass was sie auf Youtube und der Malefiz Haus Seite eingestellt und erstellt haben, ist wohl das eindringlichste und erschütterndste was ich je über die Hexenverfolgung gesehen habe. Die Rekonstruktion des Malefiz Hauses und der Abschiedsbrief des Hr. Junius gehören in jeden Geschichtsunterricht. Insbesondere finde ich es auch wichtig, dass sie auf den Aspekt der Vertuschung dieses ungeheuren Verbrechens durch die Bamberger Politik und die Kirche eingehen.
Irgendwo las ich, der Junius Brief solle Weltkulturerbe o.ä. werden. Ja, dass ist wohl eines der eindringlichsten Dokumente die man zu einer bestimmten geschichtlichen Epoche lesen und hören kann.
Sollten sie oder ihre Gruppe ein Spendenkonto haben, teilen sie es mir mit. Sowas kann man nur unterstützen.
Alles Gute, machen sie weiter so. Geben sie nicht auf !
Hallo "Herr (oder Gruppe) Junius", dass was sie auf Youtube und der Malefiz Haus Seite eingestellt und erstellt haben, ist wohl das eindringlichste und erschütterndste was ich je über die Hexenverfolgung gesehen habe. Die Rekonstruktion des Malefiz Hauses und der Abschiedsbrief des Hr. Junius gehören in jeden Geschichtsunterricht. Insbesondere finde ich es auch wichtig, dass sie auf den Aspekt der Vertuschung dieses ungeheuren Verbrechens durch die Bamberger Politik und die Kirche eingehen.
Irgendwo las ich, der Junius Brief solle Weltkulturerbe o.ä. werden. Ja, dass ist wohl eines der eindringlichsten Dokumente die man zu einer bestimmten geschichtlichen Epoche lesen und hören kann.
Sollten sie oder ihre Gruppe ein Spendenkonto haben, teilen sie es mir mit. Sowas kann man nur unterstützen.
Alles Gute, machen sie weiter so. Geben sie nicht auf !
-> danke - und wir werden nicht klein beigeben
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rehabilitierung in Köln - MAUER DES SCHWEIGENS in BAMBERG
so könnte man das zusammenfassen, was beim gestrigen Thementag von DRADIO Wissen herauskam.
In sieben Themenblöcken wurden verschieden Aspekte des Hexenwahns und der Hexenverbrennung abgehandelt.
Hier ist der Link vom Interview mit Pfarrer Hartmut Hegeler, der sich seit 2002 mit der sozial-ethischen Rehabilitierung der Hexen befasst und der schon in mehreren Städten Deutschlands erreicht hat, dass rehabilitiert wurde. Wann wird sich Bamberg seiner Vergangenheit stellen ?
Hier ist das Interview und wer sich wirklich für das Thema interessiert, dem empfehle ich auch die anderen Beiträge.
http://wissen.dradio.de/audioarchiv.55.de.html?drau:page=2&drau:audio_id=93049&drau:play=1
so könnte man das zusammenfassen, was beim gestrigen Thementag von DRADIO Wissen herauskam.
In sieben Themenblöcken wurden verschieden Aspekte des Hexenwahns und der Hexenverbrennung abgehandelt.
Hier ist der Link vom Interview mit Pfarrer Hartmut Hegeler, der sich seit 2002 mit der sozial-ethischen Rehabilitierung der Hexen befasst und der schon in mehreren Städten Deutschlands erreicht hat, dass rehabilitiert wurde. Wann wird sich Bamberg seiner Vergangenheit stellen ?
Hier ist das Interview und wer sich wirklich für das Thema interessiert, dem empfehle ich auch die anderen Beiträge.
http://wissen.dradio.de/audioarchiv.55.de.html?drau:page=2&drau:audio_id=93049&drau:play=1
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Bamberg,
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Hexen,
Johannes Junius,
Rehabilitation
Sonntag, 22. Januar 2012
Sehr geehrter Herr Kloos,
vielen Dank für Ihren hochinteressanten Blog!
Als Bamberg-Kurztrip-Touristen sind wir tief beschämt, auch noch in einem Kloster genächtigt zu haben und in ganz Bamberg nichts, aber auch gar nichts zur Hexenverfolgung erfahren zu haben. Dabei waren wir zwei Tage kulturinteressiert unterwegs. Erst nun, nachdem wir unsere Reise nach Bamberg mittels Internet-Informationen etwas "nachbereiten", erfahren wir, wie diese schöne Stadt ihre zum Teil grässliche Vergangenheit unter den beiden perfiden Weihbischöfen bis heute mehr oder weniger peinlich berührt verschweigt. Was soll das denn?
Wir sind sehr enttäuscht von den Verantwortlichen, die den Stadtbesuchern diese Tragödie vorenthalten.
Im Nachhinein hat Bamberg dadurch einen ganz anderen Eindruck bei uns hinterlassen. Ein Mahnmal für die unschuldig Ermordeten und die Nennung der Verantwortlichen wäre das Mindeste, um die Opfer nicht ein zweites Mal alleine zu lassen und zu vergessen.
vielen Dank für Ihren hochinteressanten Blog!
Als Bamberg-Kurztrip-Touristen sind wir tief beschämt, auch noch in einem Kloster genächtigt zu haben und in ganz Bamberg nichts, aber auch gar nichts zur Hexenverfolgung erfahren zu haben. Dabei waren wir zwei Tage kulturinteressiert unterwegs. Erst nun, nachdem wir unsere Reise nach Bamberg mittels Internet-Informationen etwas "nachbereiten", erfahren wir, wie diese schöne Stadt ihre zum Teil grässliche Vergangenheit unter den beiden perfiden Weihbischöfen bis heute mehr oder weniger peinlich berührt verschweigt. Was soll das denn?
Wir sind sehr enttäuscht von den Verantwortlichen, die den Stadtbesuchern diese Tragödie vorenthalten.
Im Nachhinein hat Bamberg dadurch einen ganz anderen Eindruck bei uns hinterlassen. Ein Mahnmal für die unschuldig Ermordeten und die Nennung der Verantwortlichen wäre das Mindeste, um die Opfer nicht ein zweites Mal alleine zu lassen und zu vergessen.
Dienstag, 17. Januar 2012
Wir sind zurück
Weil es jetzt doch schon sehr viele Anfragen gab, ob wir mittlerweile aufgegeben haben ...
Nein! Haben wir nicht und werden wir nicht.
Wenn man ein halbes Jahr keinen Post mehr veröffentlicht ist dieser Gedanke sogar nachvollziehbar, doch ich kann versichern, dass es schon bald weiter gehen wird. Allerdings etwas anders vielleicht, als es manche Leute vorauszusehen glauben. Es gibt ja manchmal im Leben Situationen, in denen man sich selbst kritisch hinterfragen sollte ... Hab ich gemacht ... und beschlossen, dass ich einfach nicht in einer Stadt leben möchte, in der man der Wahrheit einen Maulkorb verpasst und gleichzeitig bei jeder Gelegenheit den Stolz auf das einzigartige Welt-Kultur-Erbe heraus posaunt ...
Seitdem es in Zeil das neue Dokumentationszentrum über die Hexenverbrennung gibt, stehen gleich zwei Städte unter Zugzwang.
Wir werden also schon bald wieder an die Öffentlichkeit gehen - und wir werden etwas Neues zu sagen haben.
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