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Donnerstag, 26. August 2010

Es kommt nicht immer auf die Größe an …


sondern auf den Inhalt.

Heute wurde das dritte Exemplar einer neuen Stadtzeitung namens ZOB veröffentlicht,



dass Sie hier gerne herunterladen können.





Egal ob Sie nun ein Bamberger Leser sind, oder gar nichts mit dieser Stadt "am Hut haben", aber wenn Sie sich für die historische Aufarbeitung der örtlichen Hexenverfolgung interessieren, dann werden sie durch dieses Magazin in nur 3 Ausgaben mit mehr historischen Informationen versorgt, als Sie bis dato jemals in der Bamberger Tagespresse (FT - Fränkischer Tag Bamberg) über diesen Massenmord an ca. 1000 unschuldigen Bürgern lesen konnten.

Diese Behauptung lässt sich ganz einfach nachprüfen, indem man sich z.B. in das On-Line-Archiv dieses Verlages einloggt und nach dem MALEFIZ HAUS sucht …


Was den Inhalt des aktuellen Artikels Bamberg hält Geschichtsbewusstsein unter der Ladentheke betrifft: es sind ein paar Zitate abgedruckt, die man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen muss.

Darüber wird noch zu Reden sein …






Montag, 12. Juli 2010

Sie waren keine Hexen, sondern sie sind unsere Schwestern und Brüder




und wenn man es nicht ganz so christlich betrachtet, so waren diese gemordeten Märtyrer ja auch die Vorfahren der Menschen, die teilweise noch heute in dieser Gegend leben …


Auszug aus der Predigt von Pfarrer Hartmut Hegeler zum

Gedenkgottesdienst für die Opfer der Hexenprozesse am
2. Ökumenischer Kirchentag in München, Mai 2010


" Inmitten von 100 000 Christen auf dem Ökumenischen Kirchentag in München bekennen wir:

Sie waren keine Hexen, sondern sie sind unsere Schwestern und Brüder.

  • Sie sind unschuldig verfolgt worden. Sie gehören zur Gemeinschaft der Heiligen.
  • Ihr Name wurde mit Füßen getreten, ihre Körper geschunden, ihre Leiber verbrannt, ihre Asche in alle Winde verstreut.
  • Sie wurden hingerichtet. Gott will sie aufrichten.
  • Deswegen heben wir ihr Andenken aus dem Schmutz der Asche auf.
  • Deswegen nehmen wir sie wieder in unserer christlichen Mitte auf.
  • Deswegen bekennen wir: Aufleben soll euer Herz für immer. (Psalm 22, 27)

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre
unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus.

Amen. "


Was diese Predigt so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass zum Beispiel auch ein Teil des Briefes von Bürgermeister Johannes Junius verlesen wurde.


Dem Andenken der "Bamberger Hexenopfer" wird also nicht am Ort ihres Lebens und Leidens gedacht, sondern in der Landeshauptstadt München - und dummerweise ist es dann auch noch die "falsche Kirche", (denn die evangelische Kirche hat in Bamberg niemanden zu Tode gefoltert ) die sich der undankbaren Aufgabe der Aufarbeitung verschrieben hat.


Dass es auch anders ginge, zeigt der aktuelle folgende Fall eines katholischen Erzbischofs:


Stellungnahme von Erzbischof Dr. Alois Kothgasser zum Prozess um die „Hexe“ von Mühldorf 1749/50
SALZBURG (eds – wk/ 18. 6. 2009) / Zur heutigen Pressekonferenz im Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer zum Thema „Die Mühldorfer Hex“ wird nachfolgende Stellungnahme des Salzburger Erzbischofs Dr. Alois Kothgasser veröffentlicht:


- Der Justizmord an Maria Pauer, die im letzten Prozess dieser Art auf dem Boden des damaligen Erzstiftes Salzburg als „Hexe“ verurteilt worden ist, stellt ein entsetzliches Verbrechen dar, in welches auch die Kirche von damals nicht nur aufgrund der handelnden Personen hinein verwoben ist. Es gibt daran nichts zu beschönigen, sondern sich der unmenschlichen geschichtlichen Wirklichkeit zu stellen und Gott und die Menschen um Vergebung für diese Gräueltat zu bitten.

Zugleich geht es darum, eine Lehre daraus zu ziehen und die Verantwortung für die Menschen unserer Tage wahrzunehmen, damit deren Würde als Gottes Ebenbild alle gebührende Achtung zukommt.


- Den Hintergrund für dieses grausame Ereignis bildet ein magisches Gottes- und Menschenbild, das mit der biblisch-christlichen Tradition nicht begründbar ist, sondern heidnische Wurzeln aufweist. Damit ist die Aufgabe verbunden, sich noch mehr für die Verkündigung des christlichen Gottes- und Menschenbildes einzusetzen und alle theologische Mühe aufzuwenden, damit der Glaube an Gott freigehalten wird von irrationalen und menschenverachtenden Elementen.


- Unser ganzer Einsatz muss heute der Verwirklichung der Menschenrechte und – auf deren Basis – einer geordneten Rechtspflege gelten, dies nicht nur in unserem Land, sondern weltweit. Dies anzuerkennen ist Lehre der Kirche und ihrer Soziallehre: „Die Kirche fühlt sich selbst verletzt, wenn die Rechte des Menschen, wer immer es sei und wo immer er sich befinden mag, missachtet und verletzt werden.“[1]


[1] Papst Paul VI. am 4. Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen, zit. nach: Putz, Gertraud, Kleiner sozialethischer Ratgeber für die Praxis in Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Berlin 2008, S. 286.

Amt für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Salzburg, Kaigasse 8, 5020 Salzburg


Wer gerne erfahren möchte, wie die katholische Kirche im Erzbistum Bamberg mit diesem Thema umgeht, dem legen wir folgenden Link ans Herz:

http://www.malefiz-haus.de/d-mh/epilog-de.html




Dienstag, 20. April 2010

Verfahren gegen hohen pädophilen Priester eingestellt: 108 Js 3169/10

Am 15.3.2010 hat die Staatsanwaltschaft Bamberg das Straf-Verfahren gegen DDr. Karl Theodor Kehrbach eröffnet, den langjährigen Leiter der MC (Marianische Kongregation).

Am 25.3. 2010 hat die Staatsanwaltschaft Bamberg (GL/Staba Brunner) das Verfahren gegen DDr. Karl Theodor Kehrbach wieder eingestellt.

Begründung: der Beschuldigte ist verstorben.

Frage: war er das nicht auch schon vor der "Eröffnung dieses Strafverfahrens"?

Wer die gesamte Chronik dieser seit knapp 2 Jahren andauernden Vertuschung lesen möchte, der kann das komplette Dossier via E-Mail anfordern. Die im Jahr 2008 gemachte schriftliche Anzeige bezeugt den sexuellen Mißbrauch an ca 25 - 35 Kindern im Alter von 12 Jahren ...
sie kann gerne eidesstaatlich wiederholt werden.


Dienstag, 30. März 2010

Auftaktveranstaltung "Mahnender Mühlstein" & zur Eröffnung unserer Kunstausstellung "Vorsicht Mensch!" in Bamberg


16. April 2010
14 Uhr
Feierliche Enthüllung des Gedenksteins "Mahnender Mühlstein" am Maxplatz
Begrüßung durch:
Gabriele Kepic, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bamberg
&
Johannes Heibel, Vorsitzender der Initiative gegen Gewalt ...e.V.
Rede von:
Oberbürgermeister Andreas Starke
Erzbischof Prof. Ludwig Schick
Anschließend:
Gemeinsame Enthüllung des Mühlsteins
15 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Vorsicht Mensch! Kunst macht sichtbar"
in der Kongresshalle Bamberg, Mußstr. 1
Gerne kann diese Einladung auch über Ihren Verteiler weiter verbreitet werden.
Vielen Dank!
Bitte beachten Sie am 19. April 2010 die Ausgabe des Magazins "Der Spiegel"

Mittwoch, 24. März 2010

Nein - ich bin kein Mitglied einer Sekte ...


und ich habe auch nichts mit irgendwelchen Organisationen zu tun, die sich kirchenkritisch äußern und ich gehöre auch nicht zum "Universellen Leben" oder Scientology.

Warum auf der LINK-Seite die Seiten von z.B. Pfarrer Hegeler, bzw "Theologe.de" verlinkt sind? Ganz einfach: wir finden, dass diese Seiten ebenfalls Informationen zur Verfügung stellen, die für eine bessere Einschätzung der Gesamtsituation hilfreich sind.

Persönlich bin ich bereits seit ca 1987 aus der Kirche ausgetreten.



Es gibt auch keinen Zusammenhang zwischen der Fertigstellung der Seite und den aktuellen Missbrauchsvorwürfen gegen die katholische Kirche.

Es gibt dennoch einen - bisher nicht veröffentlichten Briefverkehr - mit dem Erzbistum Bamberg , der aber schon im Jahre 2008 stattgefunden hat.

Inhaltlich geht es um mehrere Dutzend Missbrauchsfälle, die direkt mit der Marianischen Kongregation (MC) und dem langjährigen Leiter DDr. Karl Theodor Kehrbach zu tun haben und ebenfalls aus den siebziger Jahren sind.

Tatsache ist: diese Mails beweisen (sie wurden zeitgleich in Kopie z.B. auch an den Vatican weitergeleitet), dass nach dem Bekanntwerden der Vorfälle um den Domdechant Otto Münkemer im Jahr 2008 ein weiterer leitender Geistlicher des Erzbistums Bamberg wegen wiederholtem sexuellen Missbrauch an Minderjährigen angezeigt wurde.

Diese spezifischen Vorwürfe sind bis heute systematisch vom Erzbistum Bamberg vertuscht und verleugnet worden...

Allerdings gibt es seit ca. einer Woche ein Zeichen der Änderung, denn die Staatsanwaltschaft Bamberg hat am 15. März 2010 ein offizielles Ermittlungsverfahren zu diesen Vorfällen eingeleitet - eine Presse-Erklärung zu diesen massiven Vorwürfen steht aber noch aus.

Das Aktenzeichen lautet: 108 Js 3169/10

Dienstag, 9. März 2010

... wir sind soweit: die neue Website über das Malefiz Haus ist on-line




Es hat dann doch noch eine ganze Menge Zeit gekostet, um diese "finale Version" der Website fertig zu stellen.

Obwohl garantiert "kein Blut fliesst" wurden wir doch von einigen Besuchern darauf hingewiesen, dass wir den Inhalt der MALEFIZ HAUS-Website als Jugend-gefährdend kennzeichnen sollten.

Wir haben dem entsprochen, und sind trotzdem der Meinung, dass es sich ja hier um historische Wahrheiten handelt.

Browser: empfehlen können wir CHROME, SAFARI und sogar den INTERNET EXPLORER.
Beim Browsen mit FIREFOX entstehen seltsame kleiner Artefacte zwischen den Slices - weshalb dieser Browser also nur zweite Wahl ist.

Zeit: wer die ganze Website erforschen will, kann gerne mehrere Stunden einplanen, denn es ist schon eine ganze Menge Material - und eine echt spannende Geschichte, die wir mit Hilfe von mehreren YOUTUBE-Filmen, einigen virtuellen Panoramas und VR-Objekten auf knapp 50 Seiten darstellen.

Seit dem es dieses BLOG gibt, wurden bereits mehr als 220 000 videos von JOHANNES JUNIUS bei YOUTUBE angesehen. Zusammen mit den Klicks der anderen Angebote (Webpage, Blogs) sind jetzt bereits mehr als 500.000 Besuche zusammen gekommen.

Was allerdings sehr seltsam anmutet: der Anteil der weiblichen Besucher (laut GOOGLE-InSight) liegt (zumindest bei den Videos) bei ca 15 % obwohl es bei den Opferzahlen mehr als 70 % weiblicher Opfer gab.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik und werden jetzt am zweiten Teil dieses Projekts arbeiten ...