Montag, 16. März 2015

"Eine Zensur findet in Bamberg nicht statt ... wir gehen ehrlich mit dem schwierigen Thema um."

Immer wieder bekomme ich Mails von Leuten, die es nicht glauben können, was sich in meiner kleinen Heimatstadt abspielt: Diese Menschen wollen wissen, wie sich das Projekt HEXENBRENNER-MUSEUM entwickelt hat … wann es los ging und vor allem: wie sich die aktuelle Situation nach dem ZDF-Themenabend (2. März) darstellt?

Der Einfachheit halber haben wir die gesamten „Events“ die sich während den letzten Jahren ereignet haben, in der folgenden Grafik aufgearbeitet.

Sollten wir ein Event „vergessen haben“ - dann sagen Sie uns bitte Bescheid - wir werden das dann kurzzeitig prüfen und gegebenenfalls ausbessern - bzw. erweitern.

Begonnen hat die „heisse Phase“ mit unserer Entdeckung des Kupferstiches aus dem Jahr 1628 -  das war im Mai 2005. Dann haben wir das Malefiz-Gebäude insgesamt 5 mal digital rekonstruiert und das Ergebnis im Oktober 2007 dem neugewählten Bürgermeister Andreas Starke persönlich vorgestellt. 

Seit dieser Zeit existiert bereits ein BLOG, der die gesamte Entwicklung des Projektes chronologisch begleitet. (malefiz.blogspot.com.es).

Wir stellen diese Daten deshalb zur Diskussion, weil wir öffentlich fragen, welche Daseinsberechtigung ein lokales Printmedium hat, dass zu den größten Verbrechen, die sich in dieser Stadt jemals ereignet haben, nicht einmal eine eigene Meinung hat.

Am 2. März 2015 war Bamberg eine sprichwörtliche Geisterstadt: Man hätte „den Asphalt von den Strassen stehlen können“, denn die gesamte Stadt war während der Ausstrahlung von Film und Doku eine sprichwörtliche „Geisterstadt“: Niemand war auf den Strassen zu sehen und selbst die meisten Kneipen waren menschenleer - ganz Bamberg hat diesen Themenabend regelrecht „aufgesaugt“.

Das lokale „Leitmedium“ hat erneut entschieden, keine eigene Meinung zu diesem Themenabend abzuliefern: dadurch werden Leserbriefe und eine weitere öffentliche Diskussion komplett ausgehebelt obwohl es in Bamberg nach dem ZDF-Themenabend tagelang nur noch EIN EINZIGES THEMA gab.

Die vielzitierte JOURNALISTISCHE SORGFALTSPFLICHT wird durch die Themenverweigerung des FT (und Radio Bamberg) massiv verletzt. Eine Standard-Vorankündigung abzudrucken langt definitiv nicht aus bei einem Thema, dass bis zum Jahr 2008 komplett in-existent war - sprich vertuscht wurde. 

Die Journalisten und die Chefetage, die diese Entscheidungen getroffen haben, sollten sich mMn in Grund und Boden schämen.


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