Samstag, 12. September 2015

Es kann nur eine Wahrheit geben … Entscheiden Sie selbst.

Der Text des neuen Hexen-Mahnmals enthält u.a. folgenden Satz:

„Seit 180 Jahren sind diese grausamen Vorgänge Gegenstand der historischen Forschung und in der Erinnerung der Menschen.“

Dagegen stelle ich einen Screenshot der offiziellen Webseite der Stadt Bamberg, die in dieser Form von 2003 bis November 2012 als einzige digitale Informationsquelle für Millionen von Bamberg Fans in aller Welt diente. 



Man möge es mir erklären … aber für mich stellt sich das so dar, dass in diesen 9 Jahren  eine banale „1000-Jahr Feier“ oder der „direkte Autobahnanschluss“ wichtigere historische Ereignisse waren, als der 1000 fache Massenmord der katholischen Inquisition im 17ten Jahrhundert, denn der wurde ja bis Ende 2012 offensichtlich komplett negiert - da war Bamberg übrigens schon 19 Jahre UNESCO-WELTERBE.

Das Verhalten der Verantwortlichen bei der Stadt Bamberg ist deshalb mehr als erbärmlich, denn wer trotz öffentlich geäusserter hehrer Worte systematisch lügt, vertuscht und beschönigt, der verhöhnt damit genau die, an die man mit dem neuen Mahnmal eigentlich erstmals erinnern wollte: Die tausend unschuldigen Hexen-Opfer, die man vorher noch bestialisch gefoltert hat, um sie dann in der Regel bei lebendigem Leibe zu verbrennen.

Ich empfinde diese und weitere Unwahrheiten im Text des neuen Hexen-Mahnmals als einen weiteren unwürdigen Versuch von ein paar ewig gestrigen Beamten, die in der UNESCO-WELTERBESTADT Bamberg ihre eigene „reingewaschene Sicht der Geschichte propagieren wollen“, die mit der Wahrheit leider nicht das Geringste zu tun hat. 

Sie belügen und betrügen damit Jahr für Jahr weiterhin Millionen von Touristen und gehören deshalb m.M.n. sofort entlassen.

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. Bertolt Brecht

Kommentare:

Lingrön Siegmund hat gesagt…

Bamberg ist mit der katholischen Kirche schon immer eng verbunden gewesen , nicht gerade zum Vorteil dieser Stadt . Industrieansiedlungen wurden verhindert weil mehr Industrie mehr SPD Waehler bedeutete. Leider ist Die SPD jetzt auch nicht mehr was Sie mal war .Ich denke die katholische Kirche hat noch viele dunkle Geheimnisse in unserer Stadt.

Ralph J. Kloos hat gesagt…

An den Feigling, der hier anonym die Seite zuspamt: 1. Deine schwachsinnigen Kommentare werden automatisch gelöscht - niemand liest sie

2. aber dafür hast Du diesmal einen dummen Fehler begangen und jetzt haben wir Deine IP-Adresse ... :)

3. R.I.P.

André van Dyck hat gesagt…

Werter Herr Kloos,

vergleichen Sie eine Stadtchronik doch einfach mit einem persönlichen Lebenslauf. Würden Sie in den auch Ihre Missetaten schreiben?

Ich glaube kaum, dass die Stadt Bamberg die lange Zeit der kirchlich initiierten Menschenquälereien und -verbrennungen in ihre offizielle Stadtchronik aufnimmt.

Eine feuerfeste Bodenplatte als Denkmal und ein Schuldeingeständnis der Stadt sind meines Erachtens zwar unzureichend, da hier die katholische Kirche in keinster Weise zur Rechenschaft gezogen wurde.

Aber besser wie nichts.

Mit freundlichem Gruß,

André van Dyck